Reinigungsprodukte und andere Mittel für Unterhaltsarbeiten können erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit haben. Sie tragen zur Verschmutzung von Wasser und Böden bei und können Atemwegsbeschwerden oder Hautreizungen verursachen. Eine bewusste Auswahl und der gezielte Einsatz dieser Produkte helfen, die Risiken deutlich zu verringern – ohne Einbussen bei der Wirksamkeit oder Hygiene.
Vor der Veranstaltung
- Eine Liste aller geplanten Reinigungsprodukte erstellen und prüfen, ob jedes Produkt wirklich notwendig ist.
- Produkte gezielt an Oberfläche und Verwendungszweck anpassen (z. B. sind Desinfektionsmittel in Spitälern notwendig, in Turnhallen aber meist überflüssig).
- Alternativen prüfen, um die Menge der eingesetzten Chemikalien zu reduzieren:
- Mikrofasertücher anstelle chemischer Reinigungsmittel verwenden
- Mehrzweckprodukte statt zahlreicher Einzellösungen einsetzen
- Einfache, natürliche Produkte (z. B. Essig, Alkohol, Natron) bevorzugen statt „Marketing-Produkten“ mit komplexer Zusammensetzung
- Produkte mit geringstem Risiko bevorzugen – erkennbar am orangefarbenen Gefahrensymbol mit den mildesten Warnhinweisen.
- Biologisch abbaubare Produkte einsetzen.
- Produkte mit anerkannten Umweltzeichen wählen, z. B.:
- Reinigungsmittel-Liste der IGöB,
- NCP,
- Ecocert,
- Blauer Engel,
- Cradle to Cradle,
- Nordic Swan,
- EU-Ecolabel, Österreichisches Umweltzeichen oder gleichwertig.
- Den Schutz der Mitarbeitenden und Freiwilligen sicherstellen:
- Bereitstellung von Handschuhen, ggf. Masken oder Schutzbrillen
- Sicherheitsdatenblätter der verwendeten Produkte leicht zugänglich machen
- Reinigungsprodukte mit Dosiervorrichtung verwenden und unter Verschluss lagern, um Fehlgebrauch zu vermeiden.
- Falls die Reinigung an externe Dienstleister vergeben wird, Unternehmen mit klarer Umweltpolitik bevorzugen.
Während der Veranstaltung
- Produkte sorgfältig und nach Anleitung dosieren, um Überverbrauch und Umweltbelastung zu vermeiden
Nach der Veranstaltung
- Produktreste niemals in Toilette oder Abwasser leeren.
- Sich bei der Gemeindeverwaltung über die korrekte Entsorgung von Resten und Gebinden informieren.
- Lagerbestände überprüfen und unnötige oder veraltete Produkte künftig vermeiden
