Organisation der Parkflächen

Eine sorgfältige Planung und Dimensionierung der Parkflächen im Rahmen eines Mobilitätskonzeptes trägt dazu bei, den motorisierten Verkehr zu reduzieren, alternative Mobilitätsformen zu fördern und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Ziel ist es, den notwendigen Parkraum effizient zu nutzen, die Kosten zu optimieren und gleichzeitig Anreize für die Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel zu schaffen.

Vor der Veranstaltung

  • In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Gemeindebehörden die Organisation der Parkflächen planen.
  • Den tatsächlichen Bedarf an Parkplätzen auf Basis der erwarteten Besucherzahlen, der verschiedenen Verkehrsarten und der Grösse der Veranstaltung ermitteln. Dabei auch Parkplätze für Mitarbeitende und Freiwillige berücksichtigen.
  • Prüfen, ob bestehende Parkflächen diesen Bedarf abdecken können.
  • Falls zusätzliche Parkplätze erforderlich sind, geeignete Standorte auswählen:
    • Harte, tragfähige Flächen (z. B. Hofareale oder bereits befestigte Wege) bevorzugen.
    • Wenn möglich, beleuchtete Bereiche wählen – insbesondere bei Abendveranstaltungen.
    • Flächen in der Nähe von Gewässern oder geschützten Naturbereichen sowie auf Wiesen/Ackern mit längeren ausgetrockneten Pflanzenhalmen (Brandgefahr) vermeiden.
  • Um die Autonutzung unattraktiver zu machen, Parkflächen gegebenenfalls weiter vom Veranstaltungsort entfernt als die ÖV-Haltestellen anordnen.
  • Parkplätze in unmittelbarer Nähe für Personen mit eingeschränkter Mobilität, Sponsor:innen, VIPs, Zweiräder (motorisiert oder nicht) und Fahrgemeinschaften reservieren (Kriterien für die Berechtigung definieren).
  • Bei Parkplätzen auf unbefestigtem Boden Schutzmassnahmen gegen Verschmutzung und Bodenverdichtung vorsehen. Auf das Merkblatt «Freizeitveranstaltungen auf der Grünen Wiese. Schutz der Böden und Gewässer» verweisen.
  • Einen Schlechtwetterplan für Parkplätze auf durchlässigem Boden ausarbeiten (nach Unwettern sind solche Flächen oft unbrauchbar).
  • In Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr die Sicherheits- und Logistikbedürfnisse festlegen: Beschilderung, Verkehrsdienst, Absperrungen, Zugangskontrolle, Bodenschutz, Beleuchtung, Reinigung und Abfallentsorgung.
  • Die Preispolitik bestimmen (stundenweise, pauschal oder tageweise). Kostenlose Parkplätze vermeiden, um die Autonutzung nicht zusätzlich zu fördern und stattdessen die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs zu unterstützen.
  • Reserveflächen oder Alternativlösungen einplanen (z. B. Abfangparkplätze mit Shuttle-Bussen).
  • Die Standorte der Parkplätze – einschliesslich P+R und nahegelegener Parkhäuser – sowie die Tarife auf der Website und in allen Kommunikationsmitteln der Veranstaltung kommunizieren.
  • Über Fahrgemeinschafts- oder Carsharing-Angebote (z. B. Mobility) informieren.
  • In der Kommunikation auch auf die Nachteile der Anreise mit dem Auto (Staus, Parkgebühren, eingeschränkte Kapazität, Alkoholrisiken) und die Vorteile anderer Verkehrsmittel hinweisen.

Während der Veranstaltung

  • Den reibungslosen Ablauf auf den Parkflächen sicherstellen und den Verkehr gezielt lenken.
  • Die Beschilderung und aktuelle Informationen bei Änderungen oder Störungen (z. B. volle Parkplätze, Aktivierung des Schlechtwetterplans) anpassen und über alle Kommunikationskanäle verbreiten.
  • Bei kostenpflichtigen Parkplätzen die Teilnehmenden beim Bezahlen über die Tarifpolitik informieren und sie zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ermutigen.

Nach der Veranstaltung

  • Die Parkflächen vollständig räumen, reinigen und den ursprünglichen Zustand wiederherstellen.
  • Eine Bilanz der Massnahmen ziehen – inklusive Finanzen, Anzahl der Nutzenden, auftretender Schwierigkeiten und Verbesserungspotenziale.