Förderung einer diversifizierten Teilnahme

Die Teilnahme an einer Veranstaltung hängt nicht nur von den finanziellen Mitteln ab, sondern oft auch von kulturellen, sprachlichen oder sozialen Gewohnheiten. 
 
Um neue Zielgruppen zu erreichen und Barrieren abzubauen, können verschiedene Massnahmen ergriffen werden, damit lokale Veranstaltungen einem möglichst breiten Publikum zugänglich werden.

Vor der Veranstaltung

  • Kostenlose Zonen schaffen, die allen offenstehen und Animationen oder Aktivitäten anbieten. 
  • Führungen hinter die Kulissen (Backstage-Touren) oder Begegnungen mit Künstlerinnen, Künstlern oder Sportler: innen organisieren. 
  • Lokale Vereine und Organisationen aktiv einbeziehen – z. B. als Informationsvermittler oder bei der Durchführung einzelner Programmpunkte. 
  • Führungen oder Veranstaltungen in mehreren Sprachen anbieten. 
  • Informationsmaterialien (Flyer, Plakate, Website) in verschiedene Sprachen übersetzen. 
  • Eine Preispolitik verfolgen, die für möglichst viele Menschen zugänglich ist. 
  • Entdeckungsangebote (kostenlos oder vergünstigt) in Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen oder öffentlichen Einrichtungen anbieten – insbesondere für Kinder, Jugendliche oder Interessengruppen. 
    • kostenloser Eintritt für Kinder in Begleitung 
    • spezielle Familientarife 
    • ermässigte Tarife für Kinder in Begleitung von Grosseltern 
    • kostenloser Eintritt für Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung 
  • Differenzierte Tarife festlegen, z. B. für: 
    • Jugendliche bis 18 Jahre 
    • Studierende bis 25 Jahre 
    • Personen mit AHV/IV 
  • Ruhezonen für Familien und einen Kinderhort einrichten. Erkundigen Sie sich gemäß den kantonalen Gesetzen, ob für diese Art der Betreuung eine Genehmigung erforderlich ist. 
  • Einen Informationsstand für Eltern zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen ihrer Kinder einrichten. 
  • Bei kulturellen oder künstlerischen Programmen auf ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern achten. 
  • Die Sichtbarkeit von Minderheiten fördern (Menschen mit Behinderung, sexuelle Minderheiten, kulturelle Diversität usw.). 
  • Wenn möglich, den Ansatz durch eine Teilnahme an der Keychange-Initiative oder eine ähnliche Verpflichtung hervorheben. 

Während der Veranstaltung

  • Freiwillige einsetzen, die Eltern für Themen wie Sicherheit und Betreuung sensibilisieren und bei Bedarf Kinder in den entsprechenden Bereichen begleiten oder unterstützen. 

Nach der Veranstaltung

  • In der Gesamtauswertung (Bilanz) auch das Geschlechterverhältnis im künstlerischen Programm, bei Mitarbeitenden und Freiwilligen berücksichtigen. 
  • Erfolgreiche Massnahmen dokumentieren und Verbesserungsansätze festhalten.