Bei Veranstaltungen, die in Innenräumen oder nachts stattfinden, ist Beleuchtung ein zentraler Energieverbraucher – sei es für die Grundausleuchtung oder zur Schaffung einer bestimmten Atmosphäre. Durch eine sorgfältige Planung, den gezielten Einsatz von Leuchtmitteln und die Nutzung natürlicher Lichtquellen lassen sich Energieverbrauch und Kosten deutlich reduzieren, ohne die Qualität der Beleuchtung zu beeinträchtigen.
Vor der Veranstaltung
- Räumlichkeiten so gestalten, dass natürliches Licht optimal genutzt werden kann (z. B. keine Verdunkelung durch Dekoration oder Aufbauten).
- Den tatsächlichen Bedarf an Beleuchtungspunkten genau ermitteln und überflüssige Lichtquellen vermeiden.
- Beleuchtungsstärke an den Zweck anpassen – funktional, aber nicht überdimensioniert.
- Mitarbeitende sensibilisieren und klare Richtlinien zum Ausschalten nicht benötigter Beleuchtung definieren.
- Energieeffiziente, blendfreie und langlebige Leuchten (z. B. Minergie-Modul-Leuchten) wählen.
- Prüfen, ob die Beleuchtung gemeinsam mit anderen Veranstaltenden gemietet oder angeschafft werden kann.
- Bei der Auswahl von Leuchtmitteln und Leuchten auf die Energieetikette achten; Effizienzklasse mindestens Klasse C. (Hilfsmittel: topten.ch, Produktkategorie «Beleuchtung»).
- Den Einsatz von Halogenlampen vermeiden, sofern LED- oder Leuchtstofflösungen möglich sind.
- Bei der Auswahl auf gesundheitliche Aspekte achten:
- Halogenlampen nur mit UV-Schutzglas verwenden.
- LED vermeiden, wenn Personen dauerhaft in weniger als 20 cm Abstand zur Lichtquelle arbeiten.
- Leuchtstofflampen mit einfacher Glashülle vermeiden, wenn Personen länger in unter 30 cm (bei Kugellampen) oder 1 m (bei Neonröhren) Abstand arbeiten.
Während der Veranstaltung
- Nicht benötigte Beleuchtung konsequent ausschalten oder über Bewegungssensoren steuern.
Nach der Veranstaltung
- Leuchtmittel und Altleuchten fachgerecht entsorgen (über Lieferanten oder kommunale Sammelstellen).
