Ein nachhaltiges Verpflegungsangebot anbieten

Ein nachhaltiges Verpflegungskonzept trägt wesentlich dazu bei, Publikum, Teilnehmende, Standbetreibende und Lieferant: innen für verantwortungsvolle Ernährungsweisen zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gerichte. Aber auch die Herkunft und die Herstellung der Produkte ist wichtig.

Nicht alle Ziele müssen gleichzeitig erreicht werden: das Wichtigste ist, einen klaren und realistischen Ansatz zu verfolgen und diesen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Vor der Veranstaltung

  • Bedarf und Zielpublikum analysieren: Anzahl Teilnehmende, Mahlzeitenarten (Hauptgerichte, Snacks usw.), Preissegmente.
  • Verpflegungsanbieter auswählen, deren Arbeitsweise mit einer nachhaltigen Gastronomie vereinbar ist oder die sich bereits in diese Richtung engagieren, insbesondere durch:
    • vegetarische oder besser vegane Angebote,
    • die Verwendung regionaler und saisonaler Produkte,
    • den Einsatz von zertifizierten Lebensmitteln (Bio, Fairtrade, MSC, Label Suisse Garantie usw.),
    • unterschiedliche Portionsgrössen, um Foodwaste zu vermeiden.
  • Labels und Gütesiegel als Entscheidungshilfe bei der Auswahl nutzen.
  • Bei wiederkehrenden Veranstaltungen bewährte Anbieter bevorzugen, die bereits Nachhaltigkeitsmassnahmen umgesetzt haben.
  • Eine Charta für nachhaltige Verpflegung zuhanden der Standbetreibenden erstellen und aktiv über alle Kommunikationskanäle verbreiten (Website, Ausschreibungsunterlagen, Infomaterial, Social Media usw.).
  • Abfallvermeidungsmassnahmen definieren: weniger Verpackungen, Reduktion von PET-Flaschen, vollständiges Verbot von Einweggeschirr.
  • Wenn eine vollständige Anpassung des Angebots nicht möglich ist, mindestens einen Vorbild-Stand für nachhaltige Verpflegung verpflichten – mit besonders sichtbarem Standort und Vorzugsbedingungen.
  • Nach Möglichkeit einen Infostand oder eine Aktion zur Förderung nachhaltiger Ernährung integrieren.
  • Die Initiative durch gezielte Kommunikation begleiten – z. B. durch Beschilderung, Social Media oder Pressearbeit, um die Akzeptanz und den Vorbildcharakter zu stärken.

Während der Veranstaltung

  • Das Publikum transparent über Herkunft, Labels und nachhaltige Aspekte informieren (Beschilderung, QR-Codes, Menükarten usw.).
  • Überprüfen, ob die vereinbarten Massnahmen (z. B. Geschirr, Zutaten, Abfallmanagement) tatsächlich umgesetzt werden.

Nach der Veranstaltung

  • Übrig gebliebene Lebensmittel sinnvoll verwerten oder spenden.
  • Eine Bilanz der getroffenen Massnahmen und erzielten Fortschritte erstellen.
  • Erfahrungen und Verbesserungsmöglichkeiten dokumentieren, um das Konzept weiterzuentwickeln.