Die Förderung der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln hängt in erster Linie von deren Zugänglichkeit ab. Je einfacher der Zugang ist – etwa durch nahegelegene Haltestellen, dichte Fahrpläne oder angepasste Verbindungen – desto eher werden sie genutzt. Ebenso entscheidend ist, dass Teilnehmende über klare und praktische Informationen zu Fahrplänen, Verbindungen und Reisedauer verfügen.
Zusätzliche Angebote im öffentlichen Verkehr sollten in enger Zusammenarbeit mit den Transportunternehmen geplant werden. Allfällige Tarifermässigungen
(z. B. Kombitickets) können mit dem regionalen oder lokalen Tarifverbund aus-gehandelt werden. Diese Zusatzangebote liegen finanziell in der Verantwortung der Veranstalterin bzw. des Veranstalters.
Vor der Veranstaltung
- Den Bedarf an öffentlichen Verkehrsmitteln aufgrund der verschiedenen Verkehrsströme und Veranstaltungsstandorte ermitteln.
- Frühzeitig Kontakt zu den regionalen ÖV-Betrieben aufnehmen und sie über die Eckdaten der Veranstaltung informieren (Veranstaltungsorte, Fahrpläne, erwartete Teilnehmendenzahlen).
- Die Kapazität der betroffenen ÖV-Linien und ihre Fahrpläne überprüfen.
- Gemeinsam mit den Transportunternehmen mögliche Massnahmen zur Verbesserung des ÖV-Angebots prüfen:
- Erhöhung der Frequenzen
- Einsatz von Shuttle-Bussen oder Sonderrouten
- Zusatzfahrten in Abstimmung mit dem Veranstaltungsprogramm
- Einrichtung neuer Linien oder temporärer Haltestellen
- Die Start- und Endzeiten der Veranstaltung mit den ÖV-Fahrplänen abstimmen, sofern der Standort gut angebunden ist.
- Alle relevanten Informationen (Fahrpläne, Reisezeiten) systematisch über sämtliche Kommunikationskanäle verbreiten.
- Auf der Veranstaltungswebsite den Online-Fahrplan (z. B. SBB) sowie Links zu mobilen Apps der regionalen Verkehrsbetriebe integrieren.
- Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln in sämtlichen Kommunikationsmitteln hervorheben: Website, Tickets, Akkreditierungen, Startnummernausgabe, Veranstaltungs-App usw.
- Eine gut sichtbare Beschilderung für den Weg zwischen den nächstgelegenen Haltestellen und dem Veranstaltungsort vorsehen.
- Gegebenenfalls eine Kommunikationspartnerschaft mit den regionalen ÖV-Betrieben eingehen (z. B. im Austausch für Sichtbarkeit ihrer Logos).
- Teilnehmende über die Nachteile der Anreise mit dem Auto informieren, etwa:
- Begrenzte Anzahl an Parkplätzen
- Parkgebühren (Tarif angeben)
- Erwartete Verkehrsüberlastung
- mögliche Strassensperrungen
Während der Veranstaltung
- ÖV-Informationen an strategischen Orten anbringen (Bahnhof, Haltestellen, Veranstaltungsort, Website usw.).
- Freiwillige an zentralen Punkten einsetzen, um das Publikum zu orientieren und zu informieren.
- Über die geltenden Fahrpläne – insbesondere für die Rückreise – informieren.
- Bei Störungen oder Anpassungen rasch kommunizieren.
- Die Beschilderung laufend instand halten (z. B. bei Regen oder Vandalismus).
- Während der Veranstaltung in engem Austausch mit den ÖV-Betrieben bleiben und bei Bedarf Anpassungen vornehmen.
- Die Informationen aufgrund der Rückmeldungen der Teilnehmenden laufend verbessern – insbesondere bei mehrtägigen Veranstaltungen.
Nach der Veranstaltung
- Zusammen mit den beteiligten ÖV-Unternehmen eine Bilanz der umgesetzten Massnahmen ziehen.
