Die Bereitstellung geeigneter und sauberer Sanitäranlagen ist ein zentraler Bestandteil jeder Veranstaltung. Neben Komfort und Hygiene spielen auch ökologische Aspekte eine wichtige Rolle – insbesondere der Wasserverbrauch, die Abfallentsorgung und die Wahl umweltfreundlicher Materialien.
Vor der Veranstaltung
- In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde die Anzahl, Art und Standorte der benötigten Sanitäranlagen festlegen.
- Die am besten geeignete Toilettenart bestimmen:
- Toiletten mit Wasseranschluss,
- Trockentoiletten (Mischung aus trockenen Pflanzenabfällen und organischen Stoffen),
- Chemietoiletten.
- Wenn möglich, Trockentoiletten bevorzugen: Sie sind umweltfreundlich (kein Trinkwasserverbrauch, keine Chemikalien), geruchsarm und ihre Abfälle können für die Biogasproduktion verwendet werden.
- Für Chemietoiletten Standorte mit wasserdichtem Boden auswählen, um Verschmutzungen zu vermeiden.
- Bei wasserbasierten Toiletten in Absprache mit den Gemeindewerken festlegen, wie das Abwasser gesammelt und abgeleitet wird: über das bestehende Kanalisationsnetz (bessere Variante) oder per Tankwagen zur ARA (schlechtere Variante).
- Die Anzahl der Toiletten nach Besucherzahl dimensionieren: mindestens 1 WC pro
- 150 Personen.
- Toiletten mit Wassersparsystemen und Druckknöpfen bevorzugen.
- Recyceltes, ungebleichtes Toilettenpapier und Handtücher verwenden.
- Wickeltische an sauberen, ruhigen Orten einrichten und mit einem geschlossenen Abfallbehälter ausstatten.
Während der Veranstaltung
- Regelmässige Kontrollen durchführen, um Sauberkeit, Hygiene und Funktionsfähigkeit sicherzustellen.
- Toilettenpapier, Seife und Handtücher regelmässig nachfüllen.
- Für chemische oder mobile Toiletten die Entleerung und Reinigung nach Bedarf koordinieren.
Nach der Veranstaltung
- Die Nutzung und den Zustand der Anlagen auswerten.
- Erfahrungen und Verbesserungspotenziale dokumentieren (z. B. Anzahl Toiletten, beobachteter Wartungsrhythmus, Art der Anlagen).
