Die frühzeitige Ermittlung des Abfallaufkommens einer Veranstaltung ermöglicht eine effiziente Planung: ausreichend Personal, optimal dimensionierte Sammelstellen und eine saubere, gut organisierte Entsorgung.
Zugleich schafft sie die Grundlage, um Abfall zu vermeiden oder zu reduzieren – etwa durch wiederverwendbare oder – bei Lebensmitteln – essbare Verpackungen, den Verzicht auf Verpackungen / Deckel oder die Verlängerung der Lebensdauer von Materialien
Vor der Veranstaltung
- Die Hauptquellen des Abfalls identifizieren (z. B. Gastronomie, Getränkeverkauf, Sponsoring, Materiallieferungen, Publikum).
- Gemeinsam mit den Veranstaltungspartnerinnen und -partnern die wichtigsten Abfallkategorien erfassen und deren voraussichtliche Mengen abschätzen, z.B.:
- Verpflegung: organische Abfälle, Speiseöl, Weissblech, recyclebare oder brennbare Verpackungen, Besteckabfälle
- Getränke: Glas, PET, Aluminium, Tetrapaks, Strohhalme
- Sponsoring und Werbematerial: Papier, Verpackungsabfälle
- Materiallieferungen: Karton, brennbare Restabfälle
- Sonstiges: nicht recyclebare Abfälle
- Alternativen identifizieren, um Abfälle zu vermeiden oder zu reduzieren (z.B. bei Catering, Getränken, Einkäufen)
- Partner:innen und Lieferant:innen aktiv einbeziehen – über Nachhaltigkeitscharta, Beschaffungsrichtlinien, Vertragsklauseln oder gezielte Sensibilisierung.
- Indikatoren und Messmethoden festlegen: Wiegen, Zählen gefüllter Säcke oder Erfassung von Restmengen.
Während der Veranstaltung
- Die für die Bewertung erforderlichen Daten systematisch erfassen.
Nach der Veranstaltung
- Eine Bilanz der Abfallbewirtschaftung erstellen und Verbesserungspotenziale für künftige Ausgaben dokumentieren.
