Veranstaltungen bringen Menschen zusammen – oft in ausgelassener, emotionaler und festlicher Atmosphäre. Dabei können jedoch auch Risiken im Bereich der sexuellen Gesundheit und des sexuellen Missbrauchs entstehen.
Faktoren wie Alkohol- oder Drogenkonsum, Gruppendynamik und Nachtaktivitäten können zu enthemmtem Verhalten führen und ungeschützten oder nicht einvernehmlichen sexuellen Handlungen Vorschub leisten. Ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Themen trägt wesentlich dazu bei, die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Teilnehmenden zu gewährleisten.
Vor der Veranstaltung
- Die Bedürfnisse und Risikofaktoren je nach Art und Zielgruppe der Veranstaltung analysieren (z. B. Anteil junger Teilnehmender, Dauer, Art der Unterkünfte, Nachtaktivitäten).
- In Zusammenarbeit mit anerkannten Fachorganisationen (z. B. Aidshilfe Schweiz, Love Life, Night Life Vaud, Georgette in Love) geeignete Präventionsmassnahmen definieren.
- Freiwillige und Personal schulen im Umgang mit Themen wie sexueller Gesundheit, Einvernehmlichkeit, Grenzachtung und Unterstützung im Verdachtsfall.
- Einen Präventionsplan erstellen, der Informations-, Sensibilisierungs- und Interventionsmassnahmen festhält.
Während der Veranstaltung
In Zusammenarbeit mit lokalen Präventionsprogrammen:
- Informations- und Sensibilisierungsstände anbieten,
- Kondome und Präventionsmaterial kostenlos oder zu einem symbolischen Preis verteilen,
- das Thema sexuelle Gesundheit in der Kommunikation sichtbar machen (Plakate, Flyer, Social Media).
- Sicherstellen, dass die Veranstaltung ein respektvolles Umfeld bietet – mit klaren Botschaften gegen Belästigung, Übergriffe und diskriminierendes Verhalten.
- Eine Kontaktperson bestimmen, an die sich Betroffene oder Zeugen bei Problemen wenden können.
Nach der Veranstaltung
- Bilanz der ergriffenen Massnahmen ziehen: Teilnahme, Wirkung, Rückmeldungen von Partnerorganisationen und Publikum.
- Ergebnisse und Empfehlungen dokumentieren, um die Prävention bei zukünftigen Veranstaltungen zu verbessern.
