Der Verkauf von Getränken ist für viele Veranstaltungen eine zentrale Einnahmequelle – gleichzeitig aber auch eine der grössten Abfallquellen.
Durch die gezielte Auswahl von Getränken und Verpackungen kann das Abfallaufkommen deutlich reduziert und gleichzeitig Geld gespart werden.
Auch wenn viele Verpackungen (z. B. PET, Aluminium) recycelbar sind, unterscheiden sich ihre Ökobilanzen erheblich. Entscheidend sind die Energieaufwände bei der Herstellung und dem Recycling, die Recyclingfähigkeit (kein Downcycling), die Rückgabequote und die Transportgewichte und -wege. Grundsätzlich gilt: Wiederverwendung vor Einweg, Regionalität vor Transportdistanz.
Vor der Veranstaltung
Auswahl der Getränke und Verpackungen
- Wiederverwendbare Verpackungen bevorzugen (Mehrwegflaschen, Gläser, wiederverwendbare Becher).
- Lokal produzierte Getränke wählen, um Transportemissionen zu reduzieren – insbesondere bei Glasverpackungen relevant.
- Grosse Gebinde gegenüber Einzelportionen bevorzugen (z. B. 1,5-l-Flaschen statt Dosen).
- Getränke ab Fass anbieten, wann immer möglich.
- Leitungswasser statt Flaschenwasser verwenden – einfach, günstig und umweltfreundlich.
- Ans Leitungsnetz angeschlossene Wasserspender installieren, um Einwegflaschen zu vermeiden.
- Wiederverwendbare Becher einsetzen.
- Strohhalme vermeiden oder verbieten.
Organisation und Infrastruktur
- Infrastruktur für Abfalltrennung, Rücknahme und Pfandmanagement frühzeitig planen.
- Zugang zu kostenlosem Trinkwasser auf dem Veranstaltungsgelände sicherstellen.
Während der Veranstaltung
- Das Retouren- und Recyclingmanagement sicherstellen (Sammelstellen, klare Beschilderung, geschultes Personal).
- Über das nachhaltige Getränkekonzept aktiv kommunizieren, um Besucherinnen und Besucher zu sensibilisieren.
